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Montag, 02. Juli 2018

Einzelhandel in Viersen stärken

In erster Linie ging es bei der durchgeführten Umfrage um den Erkenntnisgewinn, ob der Viersener Einzelhandel von bestehenden Veranstaltungen und Aktionen sowie verkaufsoffenen Sonntagen profitiert. Neben allgemeinen Fragen zum Unternehmen und der jeweiligen Zielgruppe des Einzelhändlers zielte die Umfrage speziell auf die Bewertung bestehender Veranstaltungen, Änderungen im Konsumverhalten der Bürger sowie die Digitalisierung und Maßnahmen im Online Handel ab.

Ein paar Fakten

Teilgenommen an der Umfrage haben insgesamt 107 Händler, über die Hälfte der Antwortgeber sind Inhaber eines Geschäfts, ein weiteres knappes Drittel ist in leitender Stellung tätig. Die meisten Kunden der entsprechenden Läden stammen aus Viersen selber, gefolgt von Mönchengladbachern und Willicher Bürgern. Die Hauptgruppe der Kundschaft ist zwischen 30 und 60 Jahre alt. Im Schnitt, so ein Ergebnis, betreten in der Fußgängerzone pro Tag 134 Kunden die Geschäfte, samstags sogar leicht mehr. In den umliegenden Straßen sind es dagegen mit 84 Kunden deutlich weniger und hier schwächt es sich insbesondere am Samstag – mit knapp 60 Menschen – auch noch deutlich ab.

Die verkaufsoffenen Sonntage werden vor allem in der Fußgängerzone aktiv genutzt. Hier öffnen über 70 Prozent der Befragten ihre Geschäfte. In den Straßen sind es nur noch knapp mehr als die Hälfte. Weniger als 50% der Umfrageteilnehmer nutzen die Gelegenheit während eines Stadtfestes zusätzlich in ihrem Geschäft eine eigene Aktion durchzuführen. Lediglich die Geschäfte innerhalb der Fußgängerzone beteiligen sich zu knapp 52 Prozent. Über 70 Prozent, die sich beteiligen, entscheiden sich dann für eine Aktion innerhalb der Geschäftsräume, nur knapp 20 Prozent bauen einen Stand vor der Tür auf. Beliebteste Aktion ist der Sektempfang, gefolgt von Glücks- oder Gewinnspielen.

Mitmachen lohnt sich

Besonders positiv von vier in der Umfrage vorgegebenen Veranstaltungen in Viersen, wird der Martinsmarkt von den befragten Einzelhändlern bewertet. Er sorgt für eine gesteigerte Kundenfrequenz und bringt mehr Umsatz. Auch die Viersener Note sowie der Stadt.Land. Markt schneiden mit rund 3,5 auf einer Skala bis 5,0 eher gut ab. Auf dem letzten Rang landet das erstmalig im Jahre 2017 durchgeführte Weihnachtsgebimmel. Grundsätzlich ist die Teilnahme an Veranstaltungen mit rund 70 Prozent in der Fußgängerzone hoch. Die Geschäfte in Straßenlage beteiligen sich dagegen mit weniger als der Hälfte der Befragten daran. Wer sich aber als Händler in dieser Lage daran beteiligt, ist ähnlich zufrieden wie die Händler der Fußgängerzone. Er kann ebenfalls eine Kunden- um Umsatzsteigerung verzeichnen.

Als logische Folge zieht die Mehrheit (85%) das positive Fazit, dass es sich für den Einzelhandel lohnen würde, wenn an vier weiteren Samstagen im Jahr in der City noch etwas „zusätzliches“ los wäre. Musik, Programme für alle Altersklassen oder Märkte erscheinen den Teilnehmern als geeignete Ideen. Interessante genannte Alternative wären auch die Einführung eines Street-Food-Marktes, eines Weihnachtsmarktes sowie einzelne Veranstaltungen in verschiedenen Vierteln der Stadt.

Stärkung der Innenstadt durch mehr kostenfreien Parkraum

Abgesehen von Veranstaltungen oder Märkten sehen die Händler ein vergrößertes und kostenfreies Parkangebot sowie einheitliche Öffnungszeiten als verkaufsförderlich an. Günstigere Mietpreise, ein W-Lan Angebot sowie die Ansiedlung attraktiver Geschäfte sind weitere Bedingungen, die genannt wurden.

Kommunikation: Die sozialen Medien holen auf

Über 60 Prozent der Befragten nutzen die Gelegenheit nicht, Werbung für Veranstaltungen der Stadt auch in Bezug auf ihr eigenes Geschäft zu unternehmen. Auf die Frage „Wie kommunizieren Sie ihre Werbung für Veranstaltungen?“ bleibt das Prospekt bei den werbenden Geschäften in Straßenlage noch knapp Favorit. In der Fußgängerzone angesiedelte Geschäfte kommunizieren ihre Werbung zusätzlich verstärkt über soziale Netzwerke oder versenden Hinweise an Kunden per E-Mail.

Digitalisierung schreitet voran

Im letzten Fragebereich drehte sich alles um die Digitalisierung. Hier wird deutlich, dass alle Befragten realisiert haben, dass sich das Kundenverhalten verändert hat und dieses spürbar wird. Immer mehr Menschen, so die Hauptaussage der Umfrageteilnehmer, shoppen online oder informieren sich vor dem Kauf im Laden über Produkte. Für gut Zweidrittel ergibt sich daraus auch ein verstärktes Handeln in der digitalen Welt. 85 Prozent der Geschäfte haben inzwischen eine Website, 40 Prozent nutzen sogar den Onlineverkauf. Die wenigsten betreiben allerdings einen eigenen Shop. Die sei, so die Antwortmehrheit, zu aufwendig und es mangelt an guter Beratung dazu. Die sozialen Netzwerke, wozu auch der Werbering mit seinem Facebook Auftritt zählt, werden dagegen von über 60 Prozent inzwischen genutzt.

Das Citymanagement wird die Ergebnisse der Umfrage in das eigene Handeln einfließen lassen. Als erstes positives Fazit lässt sich aber für alle Seiten ziehen. Aktiv werden lohnt sich!