Hohe Passanten­frequenzen in der Innen­stadt von Viersen

Gute Argumente für die Geschäftsansiedlung in Viersen – besonders für Filialisten

Das Wissen über die Höhe der Passanten­­zahlen in den Einkaufslagen der Innen­städte findet nicht nur in Deutschland eine immer größere Beachtung: Aus ihnen lassen sich für den Einzelhandel wichtige Entwicklungen – ob positiv oder negativ – frühzeitig erkennen. Auch die Lagequalität von Geschäfts­­lokalen und deren Umsatz­potential kann besser bewertet werden. Gleichzeitig geben Frequenzdaten Hinweise auf Ratio­nalisierungs­möglich­keiten. Aus diesem Grund führen auch zwei große und weltweit tätige Maklerunternehmen, Jones Lang LaSalle und Engel & Völkers, alle zwei Jahre in den Haupt­einkaufs­­zentren Deutschlands Passanten­frequenz­messungen durch. Allerdings werden diese Messungen nur für jeweils eine Stunde und per Hand durchgeführt, wodurch die Aussagequalität beeinträchtigt wird.

Auch in Viersen werden bereits seit 2007 durch die Immobilien- und Standort­gemein­schaft (ISG) Nordstadt Viersen e.V., den Werbering Viersen aktiv e.V. und das City­manage­ment der Stadt solche Passanten­frequenz­messungen durchgeführt. Die dabei ermittelten Zahlen waren teil­weise so hoch, dass sie von Filialisten mit dem Hinweis auf mögliche Fehler bei der Handmessung nicht akzeptiert wurden. Aus diesem Grunde wurde Ende 2011 von der ISG Nordstadt mit Unterstützung durch den Werbering Viersen aktiv e.V. und der Wirtschaftsförderung, die aktuell weltweit modernste automatische Passanten­frequenz-Messstation für Fußgänger­zonen angeschafft. Seither werden permanent – 24 Stunden am Tag – zwischen den Geschäften Fielmann und Rossmann die Passantenzahlen in der Fußgängerzone gemessen und ausgewertet. 

Die ermittelten Frequenzzahlen bestätigen die guten früheren Messergebnisse: So gehen im Durchschnitt ganztägig 13.000 Passanten und während der Hauptöffnungszeit der Geschäfte – von 10 bis 18 Uhr – 10.000 Passanten durch die nördliche Fußgängerzone. Und während in vielen Städten die Passantenfrequenzen seit Jahren rückläufig sind, sind sie in Viersen – zumindest seit Messbeginn Ende 2011 – konstant geblieben. Damit wird die Einschätzung der Nordstadt als A-Lage und das große Ansiedlungsinteresse von Filialisten hier bestätigt. Besonders viel los ist am Samstag um die Mittagszeit: Dann strömen durchschnittlich 2.500 Passanten pro Stunde durch die Fußgängerzone.

Positiver Samstag Mittag – starker Mittwoch

Nach diesen sehr positiven Erkennt­nissen aus der Nordstadt wurden Ende letzten Jahres auch die Passanten­frequenzen in anderen Bereichen der Haupt­straße und in angrenzenden Nebenstraßen ermittelt. Diese Messungen wurden zwar von Hand, aber in einer von Filialisten akzeptierten Weise, wie sie auch in anderen Städten üblich ist, durchgeführt. Zudem wurden diese Messungen zeitgleich – jeweils an einem Mittwoch und Samstag – parallel wie Rheine durchgeführt. Rheine – in der Einwohnerzahl mit Viersen vergleichbar – hat schon eine mehrjährige Erfahrung in der Passanten­frequenz-Messung und ist aufgrund seiner guten Mess­ergebnisse bei Filialisten als Filial­standort sehr beliebt. Im Vergleich beider Städte schneidet Viersen sehr gut ab: So sind die Passantenzahlen hier am Mittwoch deutlich besser und am Samstag gleich hoch wie in Rheine. Allerdings konzentrieren sich die Passanten­zahlen samstags in Viersen auf die Mittagszeit, während sie sich in Rheine weitgehend auf den gesamten Nachmittag verteilen.

Auch an den anderen Meß­stellen innerhalb der Einkaufs­bereiche von Viersen waren die Meßergebnisse positiv: Zwar fallen die Passantenzahlen zur Südstadt hin und in den Nebenstraßen ab, sie sind aber im Vergleich mit ähnlichen Lagen in anderen Städten immer noch verhältnis­mäßig hoch. Die ermittelten Passanten­frequenzen bestätigen, warum sich in den letzten Jahren in Viersen mehrere renommierte Filialisten neu angesiedelt haben. Die Ergebnisse bieten damit ein überzeu­gendes Argument für weitere Geschäftsansiedlungen.